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Cloud-Speicherdienst Was ist Google Drive?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Google Drive ist ein von Google angebotener und betriebener Cloud-Speicherdienst. Er ermöglicht es Benutzern, Daten online zu speichern und von verschiedenen Geräten abzurufen. Gespeicherte Dateien können für andere freigegeben oder gemeinsam bearbeitet werden. Die kostenlose Basisversion von Google Drive bietet 15 Gigabyte Speicherplatz.

Der US-amerikanische Websuchmaschinenbetreiber Google bietet auch Cloud-Speicher an.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Der US-amerikanische Websuchmaschinenbetreiber Google bietet auch Cloud-Speicher an.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Google Drive ist der Produktname eines Cloud-Speicherdiensts von Google. Ursprünglich startete der Dienst im Jahr 2006 als Google Docs und Google Sheets. 2012 wurde er von Google Docs in Google Drive umbenannt.

Google Drive ist sowohl für Privatanwender als auch für Unternehmen geeignet und ermöglicht es, Dateien online zu speichern und von verschiedenen Geräten abzurufen, Dateien verschiedener Geräte zu synchronisieren und Dateien für andere freizugeben oder sie gemeinsam zu bearbeiten.

Google Drive ist Bestandteil jedes Google-Kontos. In der kostenlosen Basisversion stehen dem Nutzer 15 Gigabyte Cloud-Speicher zur Verfügung. Über Abonnements von Google One oder Google Workspace lässt sich der Speicherplatz pro Einzelnutzer bis in den Terabyte-Bereich erweitern. Neben Abonnements für Einzelnutzer gibt es auch Abonnements für Unternehmen (Google Workspace) oder Bildungseinrichtungen (Google Workspace for Education).

Der Zugriff auf Google Drive ist per Webbrowser oder über Client-Apps möglich. Google stellt kostenlose Clients und Apps für verschiedene Betriebssysteme wie Windows, macOS, iOS oder Android zur Verfügung, mit denen sich Daten automatisch synchronisieren lassen. Auch Linux-Rechner können mit entsprechender Software mit dem Cloud-Speicher synchronisiert werden.

Google Drive steht in Konkurrenz zu anderen Cloud-Speicherdiensten wie Microsoft OneDrive, Apple iCloud oder Dropbox.

Funktionsumfang und Einsatzmöglichkeiten

Die Kernfunktionalität von Google Drive umfasst das Hoch- und Herunterladen von Dateien über eine Online-Verbindung. Dateien können im Cloud-Speicher in einer Ordnerstruktur organisiert werden. Die in Google Drive gespeicherten Dateien lassen sich für andere Nutzer freigeben oder gemeinsam mit anderen Benutzern bearbeiten. Dafür stehen auch direkte Kollaborationsfunktionen mit integrierten Google-Tools wie Google Docs, Google Tabellen, Google Präsentationen und anderen zur Verfügung.

Weitere Funktionen von Google Drive sind:

  • die automatische Synchronisation lokaler Verzeichnisse mit dem Cloud-Speicher inklusive Offline-Verfügbarkeit und automatischer Dateiaktualisierung bei Wiederherstellung der Online-Verbindung,
  • die Versionierung und Versionsverwaltung von Dateien inklusive der Wiederherstellung älterer Dateiversionen,
  • automatische Backups,
  • KI-Funktionen wie die automatische Dateiklassifizierung, KI-basierte Schreibunterstützung oder KI-gestützte Suchfunktionen und KI-Assistenten.

Sicherheits- und Datenschutzaspekte von Google Drive

Für einen verbesserten Schutz der in Google Drive gespeicherten Daten lässt sich der Zugang per Zwei-Faktor-Authentifizierung absichern. Die Übertragung der Daten zum Online-Speicher erfolgt per AES-256-Bit-Verschlüsselung. Abgelegt werden die Dateien aber unverschlüsselt. Eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Dateien ist in der Basisversion nicht vorgesehen.

Für eine verschlüsselte Speicherung muss der Nutzer die Daten bereits lokal verschlüsseln, beispielsweise über Lösungen wie Cryptomator oder Boxcryptor. Alternativ lässt sich eine clientseitige Verschlüsselung von Google Workspace nutzen. Voraussetzung ist ein entsprechendes Google-Workspace-Konto. Auf Google Drive gespeicherte Inhalte werden zudem automatisch auf Bedrohungen wie Malware oder Phishing gescannt.

Da Google Drive ein US-amerikanisches Unternehmen ist, muss mit Einschränkungen hinsichtlich der Einhaltung europäischer Datenschutzstandards gerechnet werden. Auch der Zugriff von US-Behörden auf die Daten kann aufgrund des US CLOUD Act nicht ausgeschlossen werden. Der Speicherort der Daten lässt sich vom Benutzer nicht selbst bestimmen.

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